Kölner Wissenschaftler erhält österreichischen Hygienepreis
Auszeichnung für Dr. Oliver Schildgen für seine Arbeit über das Bocavirus
Für seine wegweisende Forschung an dem humanen Bocavirus ist der Kölner Wissenschaftler Dr. Oliver Schildgen in Wien mit dem Meteka-Preis 2010 für Krankenhaus- und Betriebshygiene ausgezeichnet worden. Gestiftet hat die mit 3.600 Euro dotierte Auszeichnung die Meteka GmbH aus Judenburg in der Steiermark, verliehen wurde sie von der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP).
Gemeinsam mit seinen Kollegen Ronald Dijkman, Sylvie M. Koekkoek, Richard Molenkamp und Lia van der Hoek ist es Schildgen gelungen, die Genompolarität des Virus aufzuklären und damit deren Diagnostik deutlich zu verbessern, so die Begründung der Jury. Die Forscher sind damit einen wichtigen Schritt zur Entwicklung von Medikamenten als auch von Desinfektionsmitteln gegangen. In der Fachwelt hat die Arbeit großes Interesse hervorgerufen.
Das Bocavirus, das schwedische Forscher erstmals im Jahr 2005 als zweites human-pathogenes Parvovirus beschrieben haben, verursacht Erkältungssymptome und Brech-Durchfallerkrankungen. Es ist verwandt mit dem Parvovirus B19, welches im Bereich der Transfusionsmedizin, Hämatologie und Schwangerschaft große Bedeutung hat. B19 verursacht Ringelröteln und kann zum so genannten „Wasserkopf“ (Hydrops fetalis) führen.








